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Frank Helbig

unregistriert

1

Mittwoch, 2. Juni 1999, 09:05

Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Mal eine Frage speziell an Uwe (unser Farbexperte), aber auch an alle anderen Leser dieses Forums:
>Welche Lichtfarbe würdet Ihr für einen Menschen empfehlen, der erst nachts so richtig aktiv wird? (im Bereich kreativer Tätigkeit, aber keine Malerei)
>Heißt im Klartext: tagsüber schlafen, gegen 17:00 Uhr aufstehen und so langsam munter werden.
>Ich persönlich bevorzuge ja Tageslicht (aus Leuchtstoffröhren), wenn ich abends nicht so schnell müde werden will.
>Nur die meisten sind von der zu kalten Lichtfarbe abgeschreckt.
>Welche Auswirkung hat es auf den menschlichen Körper, wenn er bei Warmton-Beleuchtung aufwacht, mit Warmton-B. arbeitet und den Tag mit Warmton-B. beendet. Sollte man nicht in die Mitte des Tagesablaufs eine helle Beleuchtung einsetzen (natürlcih hoher Farbtemp., mind. 6500 K)?
>Ich hoffe, meine Frage ist einigermaßen verständlich.

Frank Helbig

unregistriert

2

Mittwoch, 2. Juni 1999, 09:07

Nachtrag - das Buch

>ups, ganz vergessen: Das Buch über Farben habe ich schon bestellt - mal sehen, ob da etwas zu diesem Thema drinsteht

Uwe Nassois

unregistriert

3

Donnerstag, 3. Juni 1999, 01:59

Re: Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Hallo Frank !
>Erst mal Danke für den "Farbexperten".
>Ja, Deine Frage ist verständlich. Hoffentlich wird´s auch meine Antwort.
>Da stehen sich erst mal zwei Überlegungen gegenüber.
>Dein natürlicher Bio-Rhytmus erwartet ab 17:00 Uhr schon warme Lichtfarben. Die wirken aber entspannend und nach längerer Zeit dann auch ermüdend.
>Ich würde in Deinem Fall mit warmen Tönen aufwachen wollen, dann zum aktiv sein Vollspektrum-Licht (True-Lite oder Biolux) verwenden und zwar in großen Mengen und dann zum schlafen gehen hin wieder warmes Licht.
>Damit erfüllst Du Dein Bedürfnis nach Einstellung der Lichtverhältnisse auf Deinen eigenen Tagesablauf.
>Auf Dauer gesehen ist das aber sehr gesundheitsschädlich.
>Psychologische Studien zeigen, daß durch die Tag-Nacht-Verschiebung irreparable Schäden an Psyche und Körper entstehen können. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch.
>Sorge auf jeden Fall dafür, daß Du dann beim Tages-Schlaf absolute Licht-und Ton-Ruhe bekommst.
>Gute Nacht
>Uwe

Uwe Nassois

unregistriert

4

Donnerstag, 3. Juni 1999, 02:06

Re: Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Ach ja, da war ja noch der zweite Teil der Frage, wie sich durchgehende warmtönige Beleuchtung auswirkt.
>Bei Direktem Bezug zum Tageslicht (Arbeit am Fenster z.B) sehr positiv.
>Unser Wahrnehmungsapparat ergänzt hier die Lichtanteile zu einem passenden Bild. Er "saugt" quasi das heraus, was er benötigt.
>Positiv ist die Kombination deshalb, weil die Gegenstände um uns herum zur Mittagszeit etwas verblassen, heißt, daß der Rot-Anteil fehlt. Ergänzende Warmtonbeleuchtung ergänzt auch diesen Anteil und zieht unser Wahrnehmungsbild etwas aus der blauen Sosse heraus.
>Aber wie meistens machts natürlich die Menge.
>Gruß
>Uwe

Uwe Nassois

unregistriert

5

Donnerstag, 3. Juni 1999, 02:08

Re: Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Da bin ich dann aber doch neugierig. Was machst Du denn so nachts ?

Uwe Nassois

unregistriert

6

Donnerstag, 3. Juni 1999, 02:19

Re: Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Habe noch was vergessen:
>Vollspektrum-Beleuchtung kommt nicht so gut in weissen Räumen. Besser ist es, die farbig abzutönen.
>Das kann psychologisch nach Deiner Tätigkeit definiert werden und das Ergebnis wir das Letzte aus dir rausholen.

7

Donnerstag, 3. Juni 1999, 08:29

Re: Lichtfarbe für nachtaktive Menschen

>Danke für die vielen Antworten...
>>Da bin ich dann aber doch neugierig. Was machst Du denn so nachts ?
>Tief und fest schlafen. Also ehrlich, ich habe einen sehr gesunden Schlafrhythmus. Tschuldigung, in meiner Frage war nicht so ganz rübergekommen, daß es nicht um mich selbst geht, sondern um einen Bekannten.
>Er ist auch nicht an diesen Rhythmus gezwungen, sondern macht es freiwillig so. Er hatte auch schon mehrmals einen normalen Tagesablauf versucht (frühmorgens aufstehen) kommt damit aber überhaupt nicht klar.
>Egal, die Gründe sind wohl tiefliegender Natur. Will ich auch nicht "umbiegen".
>Wenn ich mir andererseits unsere Hauskatze anschaue. Die schläft auch ganz gerne tagsüber und wird nachts sehr aktiv (nun, ist ein kleines Raubtier).
>Tja, um zur Frage zurückzukommen: Welche Beleuchtung ist empfehlenswert? Wie läßt sich die Produktivität steigern? Gelten für den kreativen Schaffensprozeß andere Voraussetzungen?
>Die Sache mit dem natürlichen Ablauf der Lichtfarben (frühmorgens und abend warmton - mittags mind. 6500 K und hell) habe ich mir auch schon gedacht.
>Aber andererseits wird mein Bekannte wohl Gründe haben, nur nachts gerne arbeiten zu wollen....
>Ist dann vielleicht sogar der Einsatz von "farbigem" Licht empfehlenswert? Ich denke jetzt einfach mal an "nachtblau"
>Die Fragen sind übrigens nicht brennend eilig, da ist zur Zeit kein akuter Handlungsbedarf. Aber es interessiert mich halt.
>Zumal ein Aspekt berührt wird, über den ich mir bisher nie Gedanken gemacht habe: Die Wirkung von Farben auf den Körper/den Geist.

Manfred Kunath

unregistriert

8

Donnerstag, 3. Juni 1999, 15:12

Re: Achtung Tageslicht

> . . . das ist etwas erschreckend Wahres dran (!)
>Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Conti-Schicht Arbeiter eines renommierten norddeutschen Papierherstellers vor Jahren . . . die Führung der Firma wollte den Mitarbeitern etwas Gutes tun und ließ alle Leuchtmittel in den tageslichtlosen Hallen durch Tageslicht-Leuchtmittel ersetzen. Die Folgen waren: Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit und Erbrechen, erhöhte Krankheitsrate . . .
>Die Conti-Schicht ist eine mehrfach wechselnde Schicht die den menschlichen Körper durch ständige Umgewöhnungsprozesse an sich schon stark beansprucht. Kommt jetzt noch der Ersatz des täglichen Sonnenlichts nachts dazu, ist der Stress für den Körper vorprogrammiert.
>Nach mehreren Untersuchungen bei dem Hersteller sind die Leuchtmittel wieder getauscht worden . . . mit ERFOLG für die Mitarbeiter (!). Jede Maßnahme hat hier ihre zwei Seiten - Unterstützung JA, Ersatz auf Dauer NEIN !!
>Interessant ist wirklich die Wirkung der Farbe auf den Körper. Dass das so in die Psyche geht hätte ich auch nicht gedacht. Eine Frage alle Farbexperten: Ich erinnere mich an einen Test mit der Eulerschen Zahlentafel bei der BW - bei mir stellte man damals ein Farbenschwäche im Rot-Grün-Bereich fest (keine Bange, an Ampeln verhalte ich mich wie alle anderen Verkehrsteilnehmer) . . . sehe ich heute eine rote Schrift auf grünem Hintergrund (großformatige Poster oder Plakate) fängt diese bei längerem Betrachten an zu Verschwimmen und ich neige zu Kopfschmerzen. Ist das farbenpsychologisch zu erklären ( . .oder könnte es etwas mit der politischen Einstellung zu tun haben *scherzt*)
>Interessant sind in diesem Zusammenhang die Erkenntnissen des bekannten Farbpsychologen Dr. Heinrich Frieling. Die Wirkung einer Farbfläche ist von der "Lage im Raum" abhängig. So ist etwa ein roter Boden repräsentativ, während das gleiche Rot an der Wand "laut" und an der Decke schwer wirkt. Ebenso ist der Farbeindruck von der Form abhängig; es wirkt ein roter Kreis anders als ein rotes Quadrat oder Dreieck. Total interessant - ich hoffe das Buch gibt noch mehr Aufschluß.

9

Donnerstag, 3. Juni 1999, 17:23

Re: Achtung Tageslicht

>Oh, Du gibst Deine Farbenblindheit zu? Dann kann ich auch dazu stehen. Hatte mich nicht getraut mich öffentlich zu outen. Habe auch eine R/G-Schwäche. Ist schon merkwürdig: rot/grün/blau etc. kann ich gut erkennen, sofern die Farben einzeln vorkommen. Nehme ich hingegen bei einem Monitor das Rot heraus, so sehe ich fast keinen Unterschied! Auch kleine rote Linien/Buchstaben wirken auf mich schwarz.
>Trotzalledem kann ich Farbtemperaturen gut schätzen. Ich merke auch sofort, wenn eine Lampe (z.B. HQI) außerhalb der Plankschen Kurve liegt.
>Fast 6% aller Männer sind Farbenblind, aber nur 0,2% aller Frauen!
>Verrückte Erbkrankheit - was hat sich die Evolution nur dabei gedacht?
>Irgendwo habe ich gelesen, daß Farbenblinde nur 2 Rezeptoren haben (einer im üblichen Blau-Bereich, der andere jedoch zwischen rot und grün liegt, also vollkommen anders als bei Farbtüchtigen mit drei Rezeptoren)
>Das Gerücht, daß Katzen Farbenblind sind, ist auch wiederlegt. Katzen können Farben unterscheiden - nur sind sie für Katzen bedeutungslos. Das Rascheln einer Maus im Gras ist viel interessanter für sie.
>Zum Thema Schichtarbeit:
>Wirklich ätzend - so etwas könnte ich nicht machen.
>Also nichts gegen Arbeitszeiten außerhalb des üblichen Rahmens, aber ich würde lieber ein halbes Jahr lang nachts arbeiten (und umgekehrt). Einen wöchentlichen Wechsel stelle ich mir furchtbar vor.
>Aber die Auswirkung haut mich fast vom Hocker:
>Vor mehreren Jahren hielt ich einen Prospekt zum Thema Tageslicht in Händen, da war die Rede von Produktivitätssteigerung etc.
>Jetzt höre ich genau das Gegenteil! Wohlgemerkt in dieser Situation: nachts, Schichtarbeit etc.
>Jetzt habt Ihr aber mein Interesse geweckt ...

10

Donnerstag, 3. Juni 1999, 17:32

Re:Schrift flimmert: Brechungsindex

>Rote Schrift auf grünem Grund flimmert:
>Noch schlimmer ist rote Schrift auf blauem Grund (und umgekehrt).
>Meine Meinung: die Augenlinse versucht auf eine bestimmte Entfernung zu fokussieren. Gesagt, getan. Nur bei der anderen Farbe ergibt sich ein anderer Brechungsindex, d.h. die Schrift wird vor/hinter der Netzhaut abgebildet.
>Dieser Effekt muß aber bei jedem Menschen auftreten. Insbesondere bei Farben, deren Wellenlängen weit auseinanderliegen.
>Vielleicht reagiert jeder Mensch anders darauf; bei Rot/Grün habe ich den Effekt noch nicht bemerkt, bei Rot/Blau hingegen sehr deutlich.
>Bildschirmflimmern fällt auch nicht jedem auf. Der eine verträgt 70 Hz ganz gut, ein anderer benötigt 85 Hz, damit das Bild ruhig aussieht (... und von weiteren Parametern abhängig, Grundhelligkeit, Bildschirmgröße)