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  • »Franz Maschker« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 423

Registrierungsdatum: 24. August 2007

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1

Dienstag, 22. Mai 2018, 12:05

LED Lebensdauer, was ist besser???

Hallo liebe Lichtfreunde,
ich bin mal wieder etwas verwirrt von den Lebensdauerangaben der LED Hersteller.

Gibt es eine Vergleichstabelle für Lebensdauer Angaben? Wird überhaupt die Lebensdauer angegeben, oder nur der Restlichtstrom? Wie viel % leuchten gar nicht mehr?
Beispiel:
Hersteller 1 Angabe: L90/B20 35000Std.
Hersteller 2 Angabe: L80/B10 50000Std.
Hersteller 3 Angabe: L70/B50 100000Std.

Irgendwie kann ich die direkte Lebensdauer nicht vergleichen oder gibt es da einen "geheimen" Schlüssel? Warum werden die Angaben nicht genormt? Eine Angabe wie früher bei den Leuchtstofflampen wäre hilfreich, obwohl das auch schon verwirrend war. (Systemlebensdauer, Nutzlebensdauer, mittlere Lebensdauer, empfohlener Gruppentausch....)

Danke schon mal

Franz Maschker
Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken. Vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir.

  • »kleines Licht« ist männlich

Beiträge: 47

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2015

Über mich: .

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2

Dienstag, 22. Mai 2018, 15:04

Ist ein LED-Problem. Theoretisch (!!!) sterben die LED´s - im Gegensatz zu allen anderen Leuchtmitteln - ja nicht (unnützes Wissen dazu am Ende), sondern werden einfach nur immer schwächer. NICHT (!!!) beachtet wird dabei augenscheinlich die Tatsache, das die Lebensdauer des Treibers auch noch eine Rolle spielt. So erreichen Consumerprodukte der namhaften Hersteller nur 30.000 Stunden (unter Idealbedingungen) und Pro-Geräte aus den USA und Fernost schaffen aktuell jenseits der 100.000 Stunden bei jeweils gleicher Temperaturangabe.Generell würde Dir bei einem echten Vergleich nur die Lebensdauerkurve in Abhängigkeit von Temperatur und Strom des Leuchtenherstellers helfen, damit Du die Ausfallrate und Lichtverlust zu ein und demselben Zeitpunkt bestimmen kannst. Leuchtenhersteller und nicht LED-Hersteller deshalb, weil Letztere logischerweise die Einflussnahme vom Temperaturmanagement der fertigen Leuchte sowie die technischen Eigenschaften des Treibers (z.B. ob er den Strom mit höherer Lebensdauer nach oben fährt und die Lichtstärke zu halten) nicht kennen. Außerdem: die tatsächliche Umgebungstemperatur spielt hier auch noch mit und wird nur selten realistisch bewertet. Kurz und gut: Ohne eine solche Lebensdauerkurve hast Du keine Möglichkeit, einen echten Vergleich zu ziehen. Ich für meinen Teil bin der Meinung, es ist besser, generell von L70-Werten auszugehen und den Rest der Phantasie der jeweiligen Marketingabteilungen zu überlassen. Denn bei einer Lichtplanung muss mit einem realistischen Lichtstromverlust gerechnet werden. Wird er verringert, wirkt die Leuchte deutlich effizienter als sie vielleicht in Wirklichkeit wäre (L80/L90), was dann erst in ein paar Jahren auffallen würde. Wenn´s auffällt... wird der Lichtplaner/Elektrofirma und nicht der Hersteller heimgesucht :S

Da wir aber durch die junge LED-Technik noch keine langfristigen Erkenntnisse aus der Praxis zur tatsächlichen Lebensdauerentwicklung haben, ist es besser, konservativ zu denken. Selbiges würde ich auch zur "was ist besser"-Frage sagen. Von daher würde ich eher weniger Geld für L70 als mehr Geld für alles darüber ausgeben wollen. Wenn es um die Lebensdauer der reinen LED´s unter Standardbedingungen geht, tun sich die LED-Hersteller da nichts und die Werte sind ähnlich. Die Frage ist halt, was will uns ein Leuchtenhersteller und aus welchem Grund im Bezug auf seine vorgeblich um so vieles lebensfreudigere/effizientere Leuchte dazu erzählen.

Das unnütze Wissen:
Fixe Lebensdauerangaben bei konventionellen Leuchtmitteln... waren je nach Lesart ebenfalls "interpretierbar", weil z.B. bei Halogenmetalldampflampen der gelbe Riese und der blaue Riese völlig unterschiedliche Angaben dazu gemacht haben, da sie vor einigen Jahren jeweils andere Basiswerte für das Lebensdauerende genommen haben. Heißt: wieviel % der Leuchtmittel müssen nach einer Brenndauer von X ausgefallen sein, um das als Basis für die durchschnittliche Lebensdauerangabe anzugeben. Folglich macht es einen gewaltigen Unterschied, ob diese Angabe nach 50% der ausgefallen Leuchtmittel als statistisches Lebensdauerende genommen wird, oder ob es 10% sind (die 10% sind logischerweise schneller erreicht, als die 50%, woraus sich auch signifikante Unterschiede in der Lebensdauerangabe ergeben haben).

Fazit: Die Glaubwürdigkeit von Lebensdauerangaben war schon früher so zuverlässig wie heute :D
...wer etwas bewegen möchte, muss sich selbst bewegen!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kleines Licht« (23. Mai 2018, 09:16)


lichtan

Schüler

  • »lichtan« ist männlich

Beiträge: 84

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2007

Wohnort: Herford

Beruf: Elektrotechniker / Lichtplaner

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3

Mittwoch, 23. Mai 2018, 20:43

Hallo

Wenn ich mich richtig erinnere stand in der LICHT Ausgabe 2/2018 dazu ein ausführlicher Artikel

  • »LAMPENschLAMPE« ist männlich

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 20. August 2009

Wohnort: Braunschweig

Beruf: Vertrieb, LAMPENschLAMPE

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4

Donnerstag, 24. Mai 2018, 05:59

Guten Morgen,

vielleicht hilft das ja weiter - ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte...
https://www.licht.de/de/trends-wissen/li…ds-lebensdauer/

(Zeitangabe muss - *10^3 heißen)

Gruß LAMPENSCHLAMPE :-)

Beiträge: 36

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2010

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5

Samstag, 26. Mai 2018, 09:18

Lebensdauer-Feinabstufungen sind zu komplex

"Technische" Lebensdauerangaben mit Lichtstrom-Rückgängen von genauer +-10% pro 25000h und dazu auch noch mit Statistik (der B-Wert) sind eher Augenwischerei. Es gibt Lebensdauerprojektionen auf Basis von 9000-12000h Labor-Langzeittests (LM-80 Tests und TM-21 Projektionen), aber die werden mit ausgesuchten 25-30 (oder nur 11-15 COB Modulen, also Spiegeleier-ähnlichen) LEDs mit eher warmen Farbtemperaturen aber bei CRI 80 durchgeführt und das rein bei Laborbedingungen, also stabil, ohne Strom-Schwankungen und Schaltzyklen. Die Projektionen geben einen Stundenwert, der 5,5x bis 6x (bei mehr als 20 LEDs) so lange sein darf, wie die Messzeit. In dieser Zeit trennen sich nur ganz schlecht designte High Power LEDs von den guten. Bei den Kunststoff-LEDs ist das aber ganz was anderes - hier sind die Projektionen meist recht gut. Das heißt aber nicht, dass es in der Realität auch so kommt.

Mit den B-Werten würde ich einen Hersteller festnageln. Denn es gibt keine Norm, die beschreibt, wie B-Werte ermittelt werden sollen und somit sind es quasi Aussagen von Herstellern, die versprochen werden. Und wenn die nicht eingehalten werden - reklamieren! Lebensdauern gemäß TM-21 Projektionen sind prinzipiell vergleichbar, aber sobald ein B-Wert dabei steht, kann es ja keine vergleichbare TM-21 Projektion mehr sein, da in der TM-21 keine Statistik beschrieben ist.
Wichtig ist, dass die LED nicht zu warm ist, das hat nicht jeder Hersteller im Griff und das ist auch nicht einfach zu messen. Jede wärmeisolierende Schicht, wie die Isolationsschicht auf einer Metallkern-Platine trägt zu einer höheren LED Temperatur bei, auch wenn der Kühlkörper von außen vielleicht kalt genug ist. Und wegen der elektrischen Sicherheit müssen oft irgendwelche elektrisch und wärmeisolierenden Schichten zwischen LED und Kühlkörper stehen.
Soviel dazu vom Experten ;(