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on-light

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Dienstag, 14. Juli 2009, 15:57

Innovationssprung bei Edisons Lampe · Die Glühbirne lebt

Energiesparlampen auf Leuchtstoffbasis gehört die Zukunft – so schien es jedenfalls in den letzten Jahren. Doch Edisons Glühfäden könnten bald ein Comeback feiern, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Mehrere Unternehmen, darunter Philips, Osram und General Electrics, arbeiten an verbesserten Glühlampen auf Halogenbasis, die dank neuartiger Reflexionsbeschichtungen 30 bis 50 Prozent Energie sparen können und damit weniger Energie als unnötige Wärme abgeben.

Die Technologie wendet sich an Kunden, denen das von Kompaktleuchtstofflampen abgegebene Licht nicht zusagt, die gleichzeitig aber dennoch etwas für die Umwelt tun wollen. Zudem ist die Entsorgung unkomplizierter: Reguläre Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber, was sie zum Sondermüll macht. Auch die Haltbarkeit der neuen Glühlampen soll sich erhöhen.

Philips aktuelles Modell namens Halogena Energy Saver soll immerhin 30 Prozent Energie sparen – eine 70-Watt-Lampe reicht für alte 100-Watt-Anwendungen. Eine ähnliche Ausbeute bieten Auer Lightings "High Efficiency Halogen"-Lampen. Sie halten laut Hersteller 5-mal länger als herkömmliche Glühbirnen.

[Textquelle: heise online, Heise Zeitschriften Verlag, Hannover]

Energiesparleuchten sind eine feine Sache. Im Gegensatz zu den viele Watt als Wärme wegpustenden Glühbirnen gehen die meist in der Bauform der Kompaktleuchtstofflampe angebotenen Erheller mit dem angelegten Strom wesentlich sorgsamer um, weil sie bis zu fünf Mal effizienter arbeiten. Hinzu kommt eine deutlich längere Lebensdauer, die je nach Statistik ein 15-faches der von Glühdrähten erreichten. Mit etwas Glück kann ein Qualitätskauf so mehr als eine Dekade vor sich hin leuchten.

Also alles hübsch im modernen Lampenladen? Leider nein. Leuchtstofflampen bringen auch einige Nachteile mit sich. Der erste ist ganz praktischer Natur: Vielen Menschen gefällt das von ihnen abgegebene Licht nicht, weil es ihnen zu künstlich erscheint – da helfen auch diverse Farbtöne und Filter nicht immer. Dann wäre da noch die Tatsache, dass das Leuchtmittel mit der Zeit seine Kraft verliert, die Lampen also dunkler werden.

Außerdem, und nun kommt es umweltschutztechnisch besonders dick: Während Glühlampen problemlos auf der Müllkippe enden können, weil ihre Bestandteile weitgehend harmlos sind, gelten Energiesparleuchten als reinrassiger Sondermüll. Die notwendige vorgeschaltete Regelelektronik ist das eine Problem, der giftige Quecksilbergehalt von bis zu 5 mg pro Lampe das andere. Deshalb muss man seine Energiesparer auch stets brav zum Verwerter bringen. Als letztes Gegenargument wäre da noch der höhere Preis, der sich allerdings insbesondere im Gebäude-Dauereinsatz schnell relativiert.

Und trotzdem: Die Nachteile, die Leuchtstofflampen nun einmal haben, beginnen seit einigen Jahren, die Forschung an verbesserten Glühbirnen zu motivieren. Chris Calwell, Leuchtenexperte beim Fachanalysehaus Ecos Consulting, brachte es kürzlich gegenüber der "New York Times" auf den Punkt: "Dass die Glühlampen verschwinden, ist eine völlig falsche Vorstellung. In den letzten drei Jahren gab es mehr Innovationen auf dem Gebiet als in den letzten zwei Jahrzehnten."

Einer der Vorreiter auf dem Gebiet ist der niederländische Multi Philips. Dessen Halogena Energy Saver-Lampen setzen auf Halogen-Technik und kosten rund 6 Euro pro Stück. Gegenüber regulären Glühbirnen lassen sich immerhin 30 Prozent Energie sparen – eine 70 Watt-Lampe reicht für alte 100-Watt-Anwendungen. Damit kommt das Unternehmen zwar nicht an die bis zu 80 Prozent von Leuchtstofflampen heran, nähert sich diesen aber an. Bei der US-Baumarktkette Home Depot finden sie bereits reißenden Absatz – besonders bei Menschen, die das Licht von regulären Energiesparlampen nicht mögen.

Die Technik in der Philips-Leuchte stammt von der kalifornischen Firma Deposition Sciences. Bei der Herstellung wird ein Trick verwendet: Das Lampenglas ist mit einer speziellen, reflektieren Oberfläche überzogen. Sie sorgt dafür, dass die Wärme von Edisons glühendem Faden, die sonst sofort verloren ginge, zurückspiegelt wird. Das funktioniert im Laborversuch bereits so effizient, das bis zu 50 Prozent Energieersparnis möglich ist. Die Forscher bei Deposition Sciences glauben gar an noch höhere Werte.

Andere Ideen, die in Forschungslabors in den USA und Europa diskutiert werden, sind beschichtete Glühfäden. Großes Interesse zeigen neben Philips auch die großen Konkurrenten General Electric und Osram. Einige Wissenschaftler gehen gar von einer möglichen Effizienzsteigerung von bis zu 100 Prozent aus.

Beim deutschen Spezialanbieter Auer Lighting arbeitet man an so genannten "High Efficiency Halogen"-Lampen (HEHs). Sie versprechen dank einer Beschichtung ebenfalls Energieeinsparpotenziale von 30 Prozent. Die HEHs sollen zudem bis zu fünf Mal länger halten als herkömmliche Glühlampen.

Und dann wäre da noch die Möglichkeit, dass sich eine ganz andere Technik gegen modernisierte Glüher und Leuchtstofflampen durchsetzen könnte: Leuchtdioden mit weißem Licht. Bei der Technologie bleibt jedoch das Problem, dass sie schlicht noch zu teuer für den Heimeinsatz ist. Experten glauben deshalb, dass es in den nächsten Jahren weiter ein Kopf- an Kopf-Rennen zwischen Edisons Lampe und den Leuchtstoffleuchtmitteln geben wird.

[Textquelle: heise online/ Technology Review, Autor: Ben Swan, Heise Zeitschriften Verlag, Hannover]
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