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  • »Franz Maschker« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 22. Februar 2018, 16:45

Schutzart einschränken

Hallo liebe Lichtfreunde,

ist es erlaubt die Schutzart einzuschränken? Zum Beispiel der Unterschied bei Wand oder Deckenmontage IP43/44, oder raumseitig Schutzart IP 54 anzugeben. Wenn ja wie muss das auf dem Typenschild gekennzeichnet werden??? Was sagt die Norm?

Danke für Hinweise

Franz Maschker
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on-light

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2

Freitag, 23. Februar 2018, 06:26

Hallo Franz Maschker,

das ist mir bisher noch nicht vorgekommen. Die Schutzart betrifft die Leuchte/ das el. Betriebsmittel und nicht den Montageort/ die Montageart.
Eine Leuchte (Betriebsmittel) kann niemals zwei verschiedene Schutzarten haben (und falls dem so wäre ist immer die kleinere Zahl ausschlaggebend).
Ausnahme: wenn durch weiteres Zubehör (z.B. Dichtung) die Schutzart erhöht werden kann.

Ein Typenschild mit zwei unterschiedlichen Schutzarten habe ich bisher noch nicht gesehen. Mehr in DIN EN 60529/VDE 0470-1.

Gruß. on-light
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  • »Franz Maschker« ist der Autor dieses Themas

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3

Freitag, 23. Februar 2018, 07:22

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on-light

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4

Freitag, 23. Februar 2018, 07:29

... Unterschied der Schutzart (IP43/44 je nach Montage) bei der ersten Leuchte für mich nicht nachvollziehbar. Feuchtigkeit und Staub haben keine vorgeschriebene Richtung. Einschränkung: eine kleine Öffnung im unteren Gehäuseteil zur Be-/Entlüftung. Für mich würde immer die kleine Zahl maßgeblich sein.

Bei der zweiten Leuchte verständlich: Einbau und nach unten (raumseitig) erhöhte Schutzart die in der abgehängten Decke nicht gefordert ist. Das gilt ja z.B. für alle Downlights die nach unten hin z.B. Spritzwasserschutz haben.
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  • »kleines Licht« ist männlich

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5

Freitag, 23. Februar 2018, 15:33

Kann in diesem Fall leider nicht mit 100%igen Normenwissen glänzen, jedoch mit einem mehr oder weniger fundiertem Gedankenansatz:

Bei den Schutzarten unterhalb von IPx4 ist (vermutlich) die Montagelage für die Bestimmung der Schutzart deshalb wichtig, weil Feuchtigkeit nicht aus allen Richtungen getestet wird, sondern in Abhängigkeit des Montageortes. Denn nach DIN 60529/ISO20653 wird vom (nicht) Eindringen "in schädlichen Mengen" (!!!) gewisser "Arten" von Wasser wie Tropfen, Sprüh-, Spritz oder Strahlwasser gesprochen, welche auch mit einem bestimmten Einfallwinkel auf den Prüfling treffen. So gilt:

IPx1 - fallendes (also senkrechtes) Tropfwasser
IPx2 - fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse um max. 15° geneigt wird
IPx3 - Sprühwasser, mit einem Einfallwinkel von 60°
IPx4 - Spritzwasser aus allen Richtungen

Folglich könnte man dies so interpretieren: Ist eine Leuchte für Wand UND Deckenmontage geeignet, ergeben sich daraus unterschiedliche Montagepositionen, welche im Zusammenspiel mit der Wand bzw. einer Decke zur Einheit werden. Wird gegen die Decke getestet, würde das Wasser von der Decke abtropfen. Wird gegen eine Wand getestet, läuft das Wasser die Wand herab und könnte so die Leuchte hinterkriechen. Dabei könnte sich das Wasser hinter der Leuchte oder im Anschlussraum der Leuchte so sammeln, das die Definition des Eintretens von Wasser "in nicht schädlichen Mengen" (nach Norm NICHT "kein Eindringen von Wasser"!) aushebelt. Um dies aber genau ergründen zu können, muss man die Norm und seine Interpretation unterm Kopfkissen liegen haben (bei mir leider nicht der Fall, daher Halbwissen/Interpretation). Schnödere Interpretationsmöglichkeit: IPx3 ergibt sich bei einer Deckenleuchte schlicht nicht durch die 60°.

Außerdem: jeder von Euch kennt aus der Praxis sicher genügend Wand-/Deckenleuchten mit Schutzart IP43/44. Wenn man sich so eine Leuchte "von hinten" anschaut, ist kaum etwas von echter Abdichtung am Anschlussraum zu erkennen. Das bedeutet also, es muss nach den Normen ausreichend sein, da keiner der Hersteller freiwillig für Falschaussagen und den Folgen daraus belangt werden möchte.

Die Frage stellt sich, ob echter Feuchteschutz nicht erst mit IP65 beginnt? Bei niedrigeren Schutzarten á la IP44 muss der Montageort so oder so bedacht werden. Heißt, bei einer Wandleuchte gehört sie mindestens unter ein schützendes Vordach und bloß nicht auf eine freie Wand, vorzugsweise auf der Wetterseite. Zusätzlich stellt sich bei den niedrigen Schutzarten auch noch die Frage nach der Feuchtigkeit, welche z.B. durch Nebel und Dunst in der Luft liegt. Da ja die Definition der Schuzart nicht "wasserdicht" heißt, dringt also wenigstens diese Luftfeuchtigkeit in die Leuchte ein. Wer eine 5-6 Jahre alte Standardaußenleuchte öffnet, kann in der Regel Korrosion an Metallteilen und Kontakten im Inneren bewundern. Wenn wir jetzt das LED-Zeitalter betrachten und an die deutlich höhere Empfindlichkeit von LED und Elektronik gegenüber Feuchtigkeit im Auge behalten... stellt sich erst recht die Frage, welche Schutzart nicht nur nach Norm sondern nach eigenem Gewissen die Richtige wäre, damit der Kunde für sein Geld wirklich die avisierte LED-Lebensdauer seiner Leuchte sieht.
...wer etwas bewegen möchte, muss sich selbst bewegen!

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6

Freitag, 23. Februar 2018, 15:46

Nachtrag zu den Schutzarten von Downlights: In der Tat... eine Unart... wir haben uns selber lange einen Wolf nach einem Anbieter gesucht, dessen Einbaudownlights samt LED-Konverter rundum (!) IP65 haben, über lichttechnische Eigenschaften deutlich über dem Durchschnitt verfügen und obendrein preislich die Kirche im Dorf lassen. Denn wie soll ich bitte für die bauseits errichtete Decke und deren Dichtigkeit garantieren? Glücklicherweise sind wir fündig geworden. Vielleicht sind wir auch schlicht zu feige;( Jedenfalls landen die Leuchten auch in 08/15 Bädern und wir schlafen ruhig :sleeping:
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7

Montag, 26. Februar 2018, 09:10

Wie kann ich denn sicherstellen wenn ich eine Leuchte mit der Schutzart raumseitig IP 54 einbaue, dass die Decke in die ich die Leuchte einbaue auch die Schutzart IP54 erfüllt, ansonsten macht das ja keinen Sinn, oder? Die Leuchte einfach in eine z.B. OWA Decke legen kann ja wohl nicht die IP54 Lösung sein.

Irgendwie bin ich immer noch nicht schlauer.
Franz Maschker
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Montag, 26. Februar 2018, 09:50

GENAU DAS... ist der berühmte Casus Knacksus! Hatte ich auch bereits im Vorkommentar angesprochen. Ich für meinen Teil finde alleine schon das (Zitat) "RAUMSEITIGER Schutz gegen allseitig auftretendes Spritzwasser" für so gut getarnt, dass der versteckte Hinweis auf die reduzierte Schutzart in der Decke viel zu leicht untergeht und deshalb in fragwürdiger Weise zum Kauf verführt. Aber ärgern hilft nicht. Tun könntest Du im Zweifel dies:

- Den Deckenbauer schriftlich dazu befragen, ob er garantieren kann, dass keine Feuchte aus dem Raum in die Decke kommt.

oder

- Trilux zur Leuchtenbeschaffenheit befragen. Damit meine ich: mit etwas Glück ist die Leuchte selber durchaus rundum IPx4 und es scheitert lediglich am LED-Konverter und seiner (Steck)Verbindung zur Leuchte (das ist häufig deshalb so, weil die hiesigen Mainstream-Anbieter von Konvertern nicht alle Konverterarten in IP anbieten und so der Leuchtenhersteller die Schutzart beschränken muss). Wenn dem so wäre, ließe sich dies wahlweise mit einem IPx5-7 Konverter von MW, Inventronics und Co samt geänderter Steckverbindung á la Hirschmann ändern. Wahlweise auch mit einer dicken Abzweigdose á la Hensel/Spelsberg, in der Du den Originalkonverter samt Anschluss einbaust.

Ansonsten kann ich Dir nur den Anbieter aus dem Vorkommentar ans Herz legen. Wobei Du damit vermutlich nicht zurecht kommen wirst, weil die DL´s zwar auf 60° blendungsbegrenzt sind aber 1. nur rund sind und 2. die für Dich erforderliche Leistung ellenlange Lieferzeiten haben dürfte. Wir warteten jedenfalls auf alle nicht listenmäßigen DL´s immer locker 6-8 Wochen. Aber sicher gibt es bei der Vielfältigkeit des Marktes auch andere Anbieter, die Ähnliches wie die Trilux (das suchst Du doch?) mit Rundumschutzart haben. Eventuell hat ja jemand hier eine Produktempfehlung für Dich, die Dich sorgenfrei werden lässt :rolleyes:
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